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RCDS Niedersachsen fordert: Keine Blockade im Bundesrat gegen Bafög-Erhöhung

Presseartikel - Presse


Nationales Stipendienprogramm muss überarbeitet werden

Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Niedersachsen fordert die Landesregierung Niedersachsens auf, am Freitag den 09.07.10 im Bundesrat der dreiundzwanzigsten Änderung des BAföG zuzustimmen.

Der RCDS Niedersachsen hält die angestrebte Erhöhung der Bedarfssätze für einen absolut notwendigen Schritt. Das Plus von 2% entspricht nicht viel mehr als einem Inflationsausgleich. Es wäre somit unverständlich, wenn sich die Länder nun ihrer Verpflichtung einer sozialen Bildungsfinanzierung verweigern würden. Potentielle Studienanfänger dürfen nicht weiter durch Taktieren und Kompetenzengerangel verunsichert werden. Statt eines Vermittlungsausschusses brauchen wir von allen Ländern ein klares Zeichen, dass der Ausbau und die Stärkung des Bildungswesens absolute Priorität in Deutschland genießen. Der RCDS Niedersachsen begrüßt zudem die Anhebung der allgemeinen Altersgrenze für Masterstudiengänge auf 35 Jahre. Diese Regelung wird dem grundsätzlichen Gedanken der Bologna-Reform gerecht, den Wechsel von Bachelor- in Masterstudiengänge flexibler zu gestalten. Ein Wechsel zurück in den Hörsaal würde bei Zustimmung zu dem Gesetz auch nach längerer Berufstätigkeit möglich.



Dem geplanten nationalen Stipendienprogramm steht der RCDS Niedersachsen jedoch kritisch gegenüber.

„Wir begrüßen die grundsätzlichen Bestrebungen die Anzahl der Stipendien auszubauen. Das Modell der Bundesregierung halten wir jedoch für unausgegoren. Für viele Hochschulen wäre es quasi unmöglich die notwendigen Mittel einzuwerben, um acht Prozent ihrer Studenten zu fördern. Insbesondere in strukturschwachen Regionen wäre das Programm kaum umzusetzen“, so der Landesvorsitzende, Sascha Tietz.

Der RCDS Niedersachsen schlägt deshalb vor, die Fördermittel in einem landesweiten Fonds zu sammeln. So ließen sich die Hochschulen von der Last der Mitteleinwerbung befreien und zugleich ein Ausgleich zwischen den verschiedenen Hochschulstandorten herstellen. Zusätzlich fordert der RCDS Niedersachsen einen Ausbau der bestehenden Förderwerke. Diese haben in der Vergangenheit ihre Kompetenz in der Begabtenförderung bewiesen. Zudem bieten viele Werke ein umfangreiches Seminarprogramm. Der RCDS Niedersachsen hält eine ideelle Förderung von Stipendiaten für ebenso wichtig, wie die finanzielle Unterstützung. Dazu Tietz:„ Unsere Gesellschaft braucht verantwortungsvolle Leistungsträger. Persönlichkeitsbildung und die Vermittlung von Werten sollten Bestandteil eines jeden Stipendienprogramms sein. Ein ‚Nein‘ zum nationalen Stipendienprogramm sollte zugleich als Chance für ein tragfähiges Konzept begriffen werden.“

 
























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